Balkonkraftwerk Ertragsrechner

Wie viel Strom liefert dein Balkonkraftwerk wirklich – am senkrechten Geländer, auf dem Garagendach oder an der Westwand? Dieser Rechner nutzt echte Strahlungsdaten der EU-Datenbank PVGIS für 20 deutsche Städte und zeigt Ertrag pro Monat, Ersparnis und Amortisation.

Tipp: Ohne Speicher verbrauchen Haushalte typischerweise 30–70 % des Balkonstroms selbst (je nachdem, wer tagsüber zu Hause ist). Mit Speicher sind 70–90 % realistisch – dann auch die Speicherkosten bei den Anschaffungskosten eintragen.

–Jahresertrag
–Ersparnis pro Jahr
–Amortisation
–Gewinn nach 20 Jahren*

Ertrag pro Monat

* Vereinfachte Rechnung ohne Strompreissteigerung, Modulalterung und Wechselrichterbegrenzung auf 800 W. Werte gelten für unverschattete Module; Verschattung durch Brüstung, Bäume oder Nachbargebäude senkt den Ertrag deutlich.

Welche Ausrichtung lohnt sich? (Jahresertrag in kWh)

Für den gewählten Standort und die gewählte Modulleistung. Die markierte Zeile ist deine aktuelle Neigung.

So rechnet der Rechner

Die Monatserträge stammen aus PVGIS 5.3, dem Solarrechner der Gemeinsamen Forschungsstelle der EU. Er berechnet aus mehrjährigen Satelliten-Strahlungsdaten, wie viel Strom eine Solaranlage mit bestimmter Ausrichtung und Neigung an einem Ort im Durchschnitt erzeugt. Angenommen sind 14 % Systemverluste (Kabel, Wechselrichter, Verschmutzung).

Ersparnis = Jahresertrag × Eigenverbrauch × Strompreis + Jahresertrag × (1 − Eigenverbrauch) × Einspeisevergütung.
Amortisation = Anschaffungskosten ÷ Ersparnis pro Jahr.

Senkrecht am Balkon: Lohnt sich das?

Am Balkongeländer hängen die Module meist senkrecht (90°). Das kostet gegenüber der optimalen Neigung von rund 35° etwa ein Viertel bis ein Drittel des Jahresertrags. Dafür verteilt sich der Ertrag gleichmäßiger übers Jahr: Im Winter steht die Sonne tief und trifft senkrechte Module fast frontal, im Sommer liefert ein senkrechtes Modul vergleichsweise wenig. Wer kann, stellt die Module etwas schräg (z. B. 60°) – das holt bereits einen großen Teil des Verlusts zurück.

Ost, West oder Süd?

Süd bringt den höchsten Jahresertrag. Ost- und Westausrichtung liefern bei steiler Montage oft nur 20–35 % weniger – und erzeugen Strom morgens bzw. abends, wenn viele Haushalte ihn tatsächlich verbrauchen. Ein höherer Eigenverbrauch kann den geringeren Ertrag teilweise ausgleichen. Nordausrichtung lohnt sich bei senkrechter Montage praktisch nicht.

Mit oder ohne Speicher?

Ein Speicher erhöht den Eigenverbrauch, kostet aber oft mehr als die Module selbst. Probiere es im Rechner aus: Trage einmal die Kosten ohne Speicher mit z. B. 50 % Eigenverbrauch ein, dann die Kosten mit Speicher mit z. B. 85 % – und vergleiche die Amortisationszeit.